Opferputze
werden zur Entsalzung von stark versalzenem Mauerwerk eingesetzt. Die Ziele bei
der Anwendung von Opferputzen sind Schutzfunktionen unterschiedlichster Art. Opferputze
können sowohl im Innen- wie auch im Aussenbereich und in allen Bereichen des
Hoch- und Tiefbaus, d.h. vom Fundament-Mauerwerk bis zum aufgehenden Mauerwerk eingesetzt
werden. Hierbei können sie Schutzfunktionen gegen Feuchte, Salze, Bewitterung,
mechanischen Abrieb und Verschmutzungen übernehmen. Sind Putze als
Verschleissschichten konzipiert und nur zum kurzzeitigen Schutz von Oberflächen
vorgesehen (Monate bis wenige Jahre), so werden sie – unabhängig von ihrer
Zusammensetzung – als Opferputze bezeichnet. Werden Opferputze speziell auf
einen hohen Salzeintrag ausgelegt, werden sie als Kompressenputze bezeichnet.
Unter dem Aspekt der Salzreduzierung/Entsalzung nehmen die Opferputze eine
Zwischenstellung zwischen den Kompressen und den Sanierputz-Systemen ein.
Unterschiede
der verschiedenen Opferputze nach WTA 2-10-06 „Opferputze“
Kompressenputze
Werden bei sehr hohen
Belastungen eingesetzt. Sie werden nur kurzfristig über wenige Tage bis Wochen
eingesetzt.
Opferputze
Werden bei hoher
Feuchtebelastung eingesetzt. Diese werden mit einer mittelfristigen
Anwendungsdauer von ca. 1–2 Jahren eingesetzt.
Sanierputze
Werden bis zu hohen Feuchte-
und Salzbelastungen eingesetzt. Diese Systemputze erfüllen über viele Jahre
ihre Aufgaben, die auch gestalterische Funktionen beinhalten
können.
Opferputze
oder Schutzfunktion. Zum einen sollen sie Feuchte- und
Salzbelastungen ohne Schädigung des Untergrundes nach aussen führen, zum
anderen schützenswerte Oberflächen vor äusseren Einwirkungen (z.B. Temperatur,
Feuchtigkeit oder mechanische Belastungen) bewahren. Aus Gründen der Reversibilität
sollten sie leicht
entfernbar sein. Gleichzeitig ist ein ausreichender Oberflächenkontakt für die Einwanderung
von Salzen und/oder Feuchtigkeit erforderlich. Für die Auswahl geeigneter Opferputze sind allgemeine
Informationen zu Mauerwerksaufbau und -oberfläche, zu charakteristischen Materialeigenschaften und
zu den Belastungssituationen, denen das Bauwerk ausgesetzt ist, erforderlich.

