Posts mit dem Label Putzinstandsetzung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Putzinstandsetzung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 16. Februar 2017

Vorgehen Sockel- und Aussenputz instand setzen




Auf Betonuntergrund ist eine Haftbeschichtung, bestehend aus z.B. RÖFIX 55, aufzukämmen. Auf Mauerwerk aus Backstein oderLeichtbackstein ist ein Vorspritzmörtel, z.B. RÖFIX 673, aufzutragen (Vorspritzer als Untergrundvorbehandlung ist auf hochdämmendem Mauerwerk optional). Standzeit mind. 3 Tage. Dann kann der Sockelputz RÖFIX 620/RÖFIX 525 aufgetragen werden. Der untere Putzabschluss soll dabei nicht mehr als 10 cm unter die Terrainlinie geführt werden. Standzeit 1 Tag/mm Putzdicke



Die schadhafte Fassade ist wie auf den Seiten 25 und 26 beschrieben vorzubereiten. Vorhandene Unterputz- Fehlstellen sind mit RÖFIX Renoplus® aufzufüllen. Hohl liegender Putz ist zu entfernen und mit RÖFIX Renoplus® zu ersetzen. Standzeit 1 Tag/mm Putzdicke. Im Bereich von Blasen und Ablösungen sind Beschichtungen und/oder

Deckputze abzuschälen. Nach Trockenreinigung und falls nötig nach festigender Tiefgrund, z,B RÖFIX PP 201 sind die Fehlstellen mit RÖFIX Renostar® auszugleichen. Stehzeit 1 Tag/mm Putzdicke.


Nach genügendem Austrocknen ist der instandgesetzte Fassadenputz vollflächig mit RÖFIX Renostar®/RÖFIX Renoplus® Armierspachtelung zu überziehen. Standzeit 7 Tage. Der nachfolgende Auftrag mit RÖFIX Putzgrund Premium hat gleichmässig deckend zu erfolgen. Standzeit mind. 24 Stunden. Dann wird der passende Oberputz, z.B RÖFIX SiSi- Putz®, aufgetragen und nach Wunsch strukturiert. Der Anstrich mit RÖFIX Aussenfarbe auf pastöse Deckputze erfolgt optional, RÖFIX Edelputze müssen jedoch nach ausreichender Trocknungszeit gestrichen werden. Unter der Terrainlinie ist der Putz durch RÖFIX OPTIFLEX® oder RÖFIX 636 vor Staunässe zu schützen.
 



Montag, 6. Februar 2017

Vorgehen Sockel- und Aussenputz instand setzen




Die vorhandene Geröllpackung ist auszuheben. Bei Erdanschluss ist entlang dem Mauerfuss ein mind. 30 cm breiter und mind. 20 cm tiefer Graben auszuheben. Der geschädigte Sockelputz muss vollständig, oben bis ca 20 cm über die sichtbare Schadengrenze hinaus, entfernt werden. Gleichzeitig sind zur Bestimmung von Salzgehalt und Feuchtigkeitsbelastung Proben zu entnehmen. Schliesst der auszutauschende Putz an Hartbelag an, so sollte dort eine putztiefe Fuge 15–20 mm ausgebildet werden. Diese ist abschliessend mit Dichtmasse, z.B. RÖFIX 636, zu füllen.

 

Sind Schadsalze vorhanden, ist der Fassadensockel mit RÖFIX Sanierputzen (beschrieben ab Seite 41) instand zu setzen. Ist der Sockel nicht salzbelastet, wird das Mauerwerk zuerst trocken gereinigt. Der Beton-BacksteinÜbergang ist mit RÖFIX Rissband zu überbrücken. Das Rissband wird mit einem ca. 40 cm breiten, in RÖFIX 55/RÖFIX W50 eingebetteten RÖFIX P50 Armierungsgewebe überarbeitet. Putzdicke mind. 2 mm. Anschliessend werden das Mauerwerk und die frisch aufgebrachte Armierspachtelung mit RÖFIX 670/ RÖFIX 673 vollflächig überdeckt.





Bei sichtbar ausgeführtem Putzabschluss ist ca. 1 cm unter dem Beton-Mauerwerk-Übergang ein korrosionsbeständiges Abschlussprofil zu setzen. Nach drei Tagen Standzeit kann der Sockelputz RÖFIX 620/ RÖFIX 525 aufgetragen werden. Standzeit 1 Tag/mm Putzdicke. Dann wird als Voranstrich RÖFIX Putzgrund Premium aufgebracht. Der Auftrag hat regelmässig deckend zu erfolgen. Nach mind. 24 Stunden Standzeit kann der Oberputz, z.B. RÖFIX SiSi-Putz®, aufgezogen werden. Wird nur der Sockel instand gesetzt, so ist der Übergang zur Fassade sichtbar zu gestalten.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Vorgehen Algen und Pilze entfernen



Vor der Entkeimung mit biozider Lösung muss die Fassade sauber gereinigt werden. Das geschieht vorzugsweise mit auf 60 bis 80 °C und 4 bis 6 bar eingestelltem Dampfstrahlgerät. Wird mit Hochdruckwasserstrahl gereinigt, so muss der Druck durch vorgängige Versuche auf die Festigkeit des zu reinigenden Putzes abgestimmt werden. Falls die Fassade im Sockel nicht an Hartbelag, sondern an ein Geröllbett anschliesst, ist es sinnvoll, das Geröll auszuheben, mitzureinigen oder auszutauschen.


Nach der Nassreinigung muss die Fassade gut austrocknen. Vor der Behandlung mit RÖFIX Algenkiller ist der Fassadenputz nochmals trocken nachzureinigen (abkehren). Anschliessend wird mittels Spritzgerät oder Roller der RÖFIX Algenkiller aufgetragen. Bei starkem Befall kann die Behandlung nach 12 bis 16 Stunden Standzeit wiederholt werden. Bei allen Behandlungsschritten ist darauf zu achten, dass keine bioziden Wirkstoffe oder umweltgefährdende Verschmutzungen ins Erdreich gelangen.

Sind an der Fassade neben Algen- und Pilzbefall auch Risse und Sockel- oder Putzschäden vorhanden, so ist diese wie auf den nachfolgenden Seiten beschrieben instand zu setzen. Ist der Fassadenputz aber weiter schadlos, so kann direkt die neue Beschichtung appliziert werden. Zuerst wird eine mit dem Untergrund verträgliche Grundierung, z.B. RÖFIX PP 401 SILCO LF, aufgetragen. Nach einer Standzeit von mind. 5 Stunden erfolgt der erste Anstrich mit Biozid-ausgerüsteter RÖFIX Aussenfarbe, z.B RÖFIX PE 429. Bereits 5 Stunden später kann der abschliessende zweite Anstrich erfolgen.




Aussenputz erneuern

RÖFIX SycoTec® Premium
Sollen sich die zu erneuernden Fassaden nach der Instandsetzung in dunklen Trendfarben mit Hellbezugswert, HBW < 25 (CH: < 30) präsentieren, empfiehlt sich dieses innovative  Fassadensystem. Je dunkler der Fassadenfarbton ist, desto ersichtlicher sind die Abnutzungserscheinungen. Dieser natürliche Alterungsprozess kann mit RÖFIX SycoTec® wirksam verlangsamt werden. Auch das Risiko des Algen und Pilzbefalls wird mit RÖFIX SycoTec® deutlich reduziert. Ausführliche Informationen zu dieser widerstandsfähigen Systemlösung sind im RÖFIX SycoTec® Folder zu finden.


Verarbeitungsbedingungen
  • Die Umgebungs- und Untergrundtemperatur darf während der Verarbeitungs- und Trocknungsphase nicht unter +5 ºC fallen.
  • Die in den RÖFIX Produkt-Merkblättern angegebenen Trocken-/Stehzeiten beziehen sich auf eine Temperatur von 20 ºC und 65 % relative Luftfeuchte. Bei höherer relativer Luftfeuchte und tieferen Temperaturen verzögert sich die Trocknung des Putzes.
  • Der Verputz ist während des Auftragens und bis mindestens drei Tage danach durch entsprechende Massnahmen vor direkter Sonneneinstrahlung und Wind zu schützen.
  • Produktbedingte Putzdicken und Stehzeiten sind einzuhalten.
  • Der Untergrund muss vor jedem weiteren Arbeitsschritt genügend trocken sein.
  • Vor der Oberputzverarbeitung ist zu beachten, ob und welche produktbedingten Voranstriche
    aufzutragen sind.
  • Zur Trennung instandgesetzter Putze von anderen Bauteilen und im Bereich von Anschlüssen ist ein putzdurchgehender Schnitt auszuführen.
  • Im Aussenbereich dürfen nur korrosionsbeständige Kanten- und Abschlussprofile verwendet werden.
  • Unter der Terrainlinie muss der Putz mit Abdichtungsmassnahmen vor Staunässe geschützt werden.



















 

Montag, 19. Dezember 2016

Aussenputz instand setzen




Bei einer anstehenden Fassadensanierung ist immer auch abzuklären, ob die Fassade noch den heutigen Wärmeschutzanforderungen entspricht. Wenn das nicht der Fall ist, so sollte grundsätzlich eine „thermische Sanierung“ in Betracht gezogen werden.


Das notwendige Instandsetzen alter, verputzter Fassaden kann vielfältige Ursachen haben. In die Jahre gekommene oder einfach optisch unattraktive Putzfassaden stören den heutigen ästhetischen Anspruch. In den seltensten Fällen reicht aber ein Neuanstrich der Fassade aus, um diesen Anspruch zu befriedigen. Oft müssen auch kleinere Risse saniert, Putzausbesserungen vorgenommen oder der bestehende Putz zur Aufnahme eines neuen Oberputzes überabeitet werden. Die neue Produktlinie RÖFIX RenoFamily eignet sich speziell für den Umbau und für die Renovierung.


RÖFIX Renostar® ist eine universelle Renovier- und Haftspachtel. In der Aussenputz- Instandsetzung eignet sich RÖFIX Renostar® als Spachtel- und Ausgleichsputz mit Schichtdicken zwischen 1 und 10 mm. Aufgrund seines niedrigen Sd-Wertes und seiner spannungsarmen Erhärtung ist RÖFIX Renostar® mit Einlage von RÖFIX P50 Armierungsgewebe optimal als Armierspachtelung zur Rissprävention auf instandgesetzten
Altputzen einsetzbar. Wird RÖFIX Renostar® in einer weiteren Lage aufgetragen und als Oberputz strukturiert, so muss er abschliessend mit einer RÖFIX Fassadenfarbe, z.B. RÖFIX PE 519 Premium, beschichtet werden.

RÖFIX Renoplus® ist ein universeller Renovier- und Ausgleichsputz. In der Aussenputz- Instandsetzung eignet sich RÖFIX Renoplus® zum Ausglichen von Putz-Unebenheiten und zum Verputzen von Fehlstellen. Einlagig sind dabei Putzdicken zwischen 3 und 30 mm möglich. Auf mineralischen Altputzen kann RÖFIX Ren oplus® zusammen mit RÖFIX P50 Armierungsgewebe auch als Armierspachtelung zur Rissprävention eingesetzt werden. Wird RÖFIX Renoplus® in einer weiteren Lage aufgetragen und als Oberputz strukturiert, so muss er abschliessend mit einer RÖFIX Fassadenfarbe, z.B. RÖFIX PE 519 Premium, beschichtet werden.

RÖFIX Renofinish® ist eine ideale Renovier- und Flächenglätte. In der Aussenputzinstandsetzung wird sie zum Überspachteln von mineralischen Altputzen und auf RÖFIX Renoplus® als Zwischenschicht zur Aufnahme feinkörniger RÖFIX Oberputze < 2 mm verwendet. Auf mit RÖFIX Renostar® oder RÖFIX Renoplus® überarbeiteten Altputzen eignet sich RÖFIX Renofinish® hervorragend als Oberputz mit geglätteter Oberfläche. RÖFIX Renofinish® muss abschliessend noch mit einer RÖFIX Fassadenfarbe, z.B. RÖFIX PE 519 Premium, beschichtet werden.


Die Vorteile der RenoFamily liegen auf der Hand Mit der mineralischen Spachtel-, Putzund Glättemasse der RenoFamily sind die meisten Putzprobleme im Neu- und Altbau, beim Umbau oder bei Renovierungs- sowie Modernisierungsarbeiten lösbar. Diese Kalk-gebundenen mineralischen Spachtelmassen überzeugen vor allem durch die geschmeidige Verarbeitung und sie entsprechen allen Richtlinien des ökologischen und baubiologischen Wohnbaus nach den Kriterien des baubook.at. Sie haften ausgezeichnet auf allen verputzbaren Untergründen, sind dampfdiffusionsoffen und erhärten spannungsarm. Durch die natürliche Elastizität sind sie rissüberbrückend und dabei maschinell und händisch verarbeitbar.





















Fassadensockel instand setzen


Nicht nur im Altbau, sondern auch immer wieder im Neubau sind Sockelschäden zu beobachten. In den meisten Fällen sind diese durch Feuchtigkeit begründet, denn der Fassadensockel ist grösseren Belastungen ausgesetzt als der Rest der Fassade. 

Deshalb ist der Gebäudesockel besonders sorgfältig zu planen. Dabei müssen alle dafür geeigneten Materialien und Schutzmassnahmen festgelegt werden. Zum Erfüllen der besonderen Anforderungen sind stets spezielle, feuchtigkeitsabweisende Sockelputze, z.B. RÖFIX 525 Sockelputz flex, einzusetzen. 

Nur wenn die Sockelzone eines Gebäudes unter Berücksichtigung entsprechender Regeln richtig geplant, fachmännisch ausgeführt und auch gewartet wird, können Sockelschäden langfristig ausgeschlossen warden.



Dazu sind unter anderem folgende Punkte zu beachten:

  • Werden Sockelputze unter die Geländeoberkante geführt, so sind sie vollflächig und ca. 10 cm auf den unten anschliessenden Bauteil übergehend durch eine Schutzbeschichtung, z.B. RÖFIX OPTIFLEX® oder RÖFIX 636, dauerhaft gegen Staunässe und aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen
  • Als Massnahme zur Verhinderung mechanischer Schäden an der Schutzbeschichtung sind dieser Sickerplatten oder Noppenfolien voranzustellen.
  • Bei den Umgebungsarbeiten darf die Rohplanie nur bis maximal 20 cm unter die Sockellinie ausgeführt warden.
  • Entlang dem Fassadensockel ist nach Möglich-keit ein mindestens 20 cm dickes und mindestens 30 cm breites Geröllbett (z.B. Geröll 30–63 mm) als Sickerschicht einzubauen.
  • Wenn geschlossene Belagsflächen direkt an das Gebäude anschliessen, so muss zwingend Gefälle vom Haus weg bestehen.
  • Im Sockelbereich darf keine Erde unmittelbar an die Aussenwand aufgefüllt werden.
  • Zur Instandsetzung von salzgeschädigtem Mauerwerk sind RÖFIX Sanierputze.einzusetzen. Die entsprechenden Saniermethoden sind ab Seite 40 beschrieben.


Freitag, 2. Dezember 2016

Risse sanieren


Risse beurteilen

Im Hinblick auf die Bewertung der optischen Beeinträchtigung durch Rissbildung gilt der Grundsatz, dass die Risse unter gebrauchsüblichen Bedingungen zu beurteilen sind. Die Beurteilung hat also aus einem Betrachtungsabstand und unter Beleuchtungsbedingungen zu erfolgen, welche bei der späteren Benutzung üblich sind. Bei Rissen ist immer zuerst abzuklären, ob diese einen Mangel darstellen und ob eine Instandsetzung überhaupt notwendig ist.




Putzbedingte Risse sind ursächlich auf die Ausführung des Putzauftrages oder auf ungeeigneten Putzaufbau zurückzuführen.

• Sackrisse sind meist 10 bis 20 cm lange, horizontal durchhängende Risse. Die Rissbreiten können bis 3 mm betragen. Hohlstellen sind im Bereich der unteren Rissflanke möglich. Sie entstehen nach zu dickem, einlagig erstelltem Putzauftrag, bei schlechter Haftung auf wenig saugfähigem oder nassem Putzgrund, bei zu langer Bearbeitung der Putzoberfläche oder bei zu nassem Putzmörtelauftrag. Sackrisse müssen saniert werden, wenn der Putz hohl liegt. Dazu müssen die Hohlstellen entfernt, die Risse aufgekratzt und die Fehlstellen mit neuem Putz, z.B. RÖFIX Renoplus®, verfüllt warden.



• Schrumpfrisse sind Schwindrisse im Unterputz mit einem Knotenabstand von ca. 20 cm und Rissbreiten von bis 0,5 mm. Diese Risse reichen in den seltensten Fällen bis zum Putzgrund. Sie entstehen meistens 1 bis 2 Stunden nach dem Auftragen des Mörtels durch ein zu schnelles Austrocknen. Das Rissrisiko lässt sich durch geeignete Putznachbearbeitung vermindern. Bei reinen Kalkputzen ist immer mit dieser Art von Rissen zu rechnen. Wenn sich die Rissflanken nicht vom Untergrund lösen, führen diese Risse zu keiner Beeinträchtigung des Putzsystems. Nach Aufbringen des Oberputzes zeichnen sich Schrumpfrisse nicht mehr ab.




• Schwindrisse sind meist netzförmig oder y-förmig angeordnet und selten breiter als 0,1 bis 0,2 mm. Sie reichen bis auf den Putzuntergrund und treten Monate und in Einzelfällen sogar Jahre nach dem Verputzen auf. Sie sind auf ungünstige Austrocknungsbedingungen, ungenügende Putzhaftung am Untergrund, auf schlecht abgestimmten Putzaufbau oder auf Nichteinhalten der Standzeiten zurückzuführen. Innen stellen diese Risse bloss einen ästhetischen Mangel dar. An der Fassade können sie aber zu Folgeschäden führen. An Wetterseiten sollten Schwindrisse > 0,05 mm saniert werden. Dazu geeignet ist das Anbringen eines neuen Oberputzes oder einer faserarmierten Beschichtung, z.B. RÖFIX PE 416 ETICS® MICRO.


• Haarrisse sind kurze, 0,05 bis 0,1 mm breite und nur an der Putzoberfläche vorhandene Fettrisse. Derartige Fettrisse entstehen z.B. bei der Verarbeitung von mineralischen Oberputzen durch Feinteilanreicherung an der Oberfläche, wenn der Putz zu lange bearbeitet wird. Fettrisse sind zwar unästhetisch, stellen aber in den meisten Fällen keinen Mangel dar. Oft sind solche Risse nur dann ersichtlich, wenn der Bauteil feucht wird.




Putzuntergrundbedingte Risse sind Risse aus dem unmittelbaren Putzuntergrund. Sie sind begründet durch Volumenveränderung, Quellen, thermische Längenveränderung, Verwendung unterschiedlicher Baustoffe mit verschiedenen physikalischen Eigenschaften wie Schwindverformung, Wärmeleitfähigkeit oder Saugverhalten.


• Kerbrisse sind von rechteckigen Maueröffnungen ausgehende, meistens diagonal verlaufende Risse. Sie entstehen durch Spannungen, welche durch die Verformung des unmittelbaren Putzgrundes entstehen. Bei zu schnellem Austrocknen des Putzes kann ein Kerbriss auch ein Schwindriss sein. Kerbrisse s ind mittels Putz-/
Rissbrücken zu sanieren.





• Fugenrisse zeigen ein regelmässiges, den Fugen nach verlaufendes Rissbild. Die Rissbreite liegt zwischen 0,05 bis 0,15 mm. Deren Ursache kann sowohl im unmittelbaren Putzgrund als auch in der Putzverarbeitung liegen. Solche Risse kommen häufig bei Verputzen auf hochdämmendem Mauerwerk vor. Fassaden mit Fugenrissen < 0,2 mm können mit einer armierten Spachtelschicht, bestehend aus RÖFIX Renostar®/RÖFIX P50 Armierungsgewebe, überarbeitet werden.






Konstruktionsbedingte Risse stehen in keinem Zusammenhang mit dem Putzauftrag. Das Riss-Risiko kann vom Verputzer weder erkannt noch durch prophylaktische Massnahmen ausgeschlossen werden. Risse aus der Konstruktion haben ihre Ursache in Volumen-Veränderungen der Tragkonstruktion (Setzungen, Durchbiegen, Kriechen und Schwinden). Sie entstehen aufgrund von Bewegungen im Untergrund nach dem Verputzen. Vor dem Festlegen notwendiger Instandsetzungsmassnahmen muss immer geprüft und abgeklärt werden, ob es sich um einmalige, abgeschlossene oder um noch andauernde oder wiederkehrende Verformungen handelt. Es ist zu empfehlen, dazu einen Bauingenieur beizuziehen. Zur Instandsetzung von konstruktionsbedingten Rissen werden neben den in diesem Kapitel beschriebenen RÖFIX Putz-/ Rissbrücken auch Systeme mit Spiralanker, Mauerwerksverpressung oder Wärmedämmungen eingesetzt.








Mittwoch, 30. November 2016

Übersicht Instandsetzung


Für die Wahl der richtigen Putzinstandsetzungs- oder Instandhaltungsmethode ist die Beurteilung des Untergrundes von Entscheidender Bedeutung. Ohne die richtige Prüfung kann auch ein technisch aufwendiges, gutes Verfahren versagen. Das Ziel muss immer sein, am Bau sichtbare und erkennbare Mängel festzustellen.

Algen und Pilze entfernen


Algen und Pilze sind in ihrer Lebensform sehr genügsam. In geeigneter Lage reicht schon die entsprechende Luftfeuchtigkeit aus, um diesen Mikroorganismen eine Lebensgrundlage zu geben. Algen und Pilze werden durch Wind verbreitet und sind deshalb praktisch allgegenwärtig. Sie belegen Betonflächen, Asphaltbeläge, Glas, Metallflächen und sind auch an Hausfassaden zu finden. Besonders gefährdet sind Schattenlagen, Nord- und Wetterseiten sowie Sockelflächen. Im Weiteren haben auch der konstruktive Gebäudeschutz sowie die Lage und Umgebung des Objekts einen Wachstumseinfluss. So können sowohl naheliegende Gewässer, Bäume, Sträucher und Landwirtschaftszonen das Wachstum von Mikroorganismen fördern.

Im Gegensatz zu glatten Oberflächen lassen sich Fassaden nicht so leicht reinigen. Deshalb wird deren Pflege meist so lange vernachlässigt, bis die vorhandene Verschmutzung störend wirkt. Handelt es sich bei der Verschmutzung der Fassade um Pilze und/oder Algen, so sollte mit deren Beseitigung nicht lange zugewartet werden. Algen- und Pilzbewuchs an Fassaden lässt sich leider nicht vollständig ausschliessen. Durch den Einsatz von mit Biozid angereicherten RÖFIX Oberputzen und Beschichtungen lässt er sich aber wirksam verzögern.

Bei der Behandlung befallener Flächen sind immer auch die umweltrelevanten Aspekte zu beachten. Dies gilt vor allem für die Schutzmassnahmen beim Auffangen und Entsorgen des Reinigungswassers. Es muss verhindert werden, dass biozide Wirkstoffe oder umweltgefährdende Verschmutzungen ins Erdreich gelangen. Das Inverkehrbringen und der Umgang mit Biozidprodukten ist durch die EU-Verordnung 528/212 geregelt.

Charakteristik der Algen
Algen benötigen für ihr Wachstum keine organischen Nährstoffe, sondern sie leben autotrop. Das heisst, sie erzeugen die zu ihrem Wachstum nötigen organischen Stoffe selbst. Algen entwickeln sich bei Temperaturen zwischen etwa –7 ºC und 70 ºC an Extremstandorten. Sie tolerieren abhängig von der Art pH-Werte zwischen 1 und 9 und benötigen ausreichend Licht und Feuchtigkeit. An Gebäuden sind Algen oft schon mit blossem Auge zu erkennen. Gleich wie bei den Pilzen ist zur genauen Artbestimmung eine Laboruntersuchung notwendig.


Charakteristik der Pilze
Neben Feuchtigkeit als wichtigste Wachstumsvoraussetzung benötigen Pilze auch organische Kohlenstoff- Quellen als Nährstoff, die sie durch Abbau aus atmosphärischen Ablagerungen an der Oberfläche oder aus dem Substrat selbst gewinnen können. Sie wachsen auch ohne Licht bei Temperaturen von etwa 0 °C bis 50 °C. Wie Algen sind auch Pilze schon mit blossem Auge punktuell zu erkennen. Nähere Aussagen zur Art des Befalls lassen sich nur anhand mikroskopischer Untersuchungen im Labor treffen.

Untergrund prüfen und vorbereiten


Abreissprobe
Zur Prüfung der Tragfähigkeit von zu belassenden Putzen oder Beschichtungen sollen grundsätzlich Probeflächen angelegt werden. Dazu wird auf jeweils einer Fläche von ca. 1m² RÖFIX Renostar® mit eingebettetem RÖFIX P50 Armierungsgewebe aufgebracht. Nach mindestens 7 Tagen Erhärtungszeit wird versucht, das Gewebe von der Wand abzuziehen. Löst sich dieses innerhalb der Spachtelschicht vom RÖFIX Renostar®, ist der Untergrund ausreichend tragfähig. Löst sich jedoch die komplette Spachtelung (allenfalls noch mit anhaftendem Anstrich oder altem Putz) von der Wand, so ist der Untergrund zur direkten Bearbeitung mit Putz oder Anstrich ungeeignet. Auf mineralischen Putzen kann die Abreissprobe auch mit RÖFIX Renoplus®/ RÖFIX P50 durchgeführt werden. Diese Variante ist dann einzusetzen, wenn die Armierungsschicht ebenfalls mit RÖFIX Renoplus® ausgeführt wird.



Verseifungsprobe

„Verseifung“ bedeutet Zerstörung eines organischen Putzes oder Anstrichs im alkalischen Milieu. Kalk- und zementhaltige Produkte sind im frischen Zustand alkalisch und lösen somit nicht beständige Altuntergründe an. Dadurch wird eine Putzanhaftung unmöglich. Die Verseifungsbeständigkeit eines Altuntergrundes kann wie folgt festgestellt werden. Eine Probe des Altuntergrundes wird in ein sauberes Wasserbad und gleichzeitig eine zweite Probe in eine Lösung gelegt, bestehend aus 100 gr RÖFIX Renostar®/RÖFIX Renoplus® und 1 ltr. Wasser. Nach 24 Stunden werden die beiden Proben entnommen und verglichen. Ist kein Festigkeitsunterschied erkennbar, so ist der Altuntergrund verseifungsbeständig. Die Fläche kann mit RÖFIX Renostar®/RÖFIX Renoplus® ohne Vorbehandlung überarbeitet werden.



Untergrundvorbereitung

Die Untergrundvorbereitung ist ein unverzichtbarer Teil der Renovation. Sie hat einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität einer fertigen Wand. Deshalb sind alle Untergründe immer so vorzubereiten, dass ein dauerhafter Verbund zwischen Putz und Putzgrund gewährleistet ist. Dazu ist unter anderem Folgendes zu beachten:
  • Die zu überarbeitenden Untergründe müssen trocken, sauber und tragfähig sein.
  • Hohl liegende Putzlagen sind zu entfernen.
  • Abblätternde Oberputze und lose Beschichtungen sind abzuschälen.
  • Nichtsaugende Untergründe sind aufzurauen.
  • Sandende oder kreidende Untergründe sind abzukehren.
  • Stark saugende Untergründe sind mit geeignetem Tiefgrund vorzustreichen.
  • Putzfehlstellen sind mit geeignetem Mörtel putzbündig auszugleichen.
  • Vor der Oberputzverarbeitung ist zu beachten, ob und welche produktbedingten   Voranstriche aufzutragen sind.
  • Treffen mehrere Wandbaustoffe einer zu verputzenden Fläche aufeinander, so ist zur Rissbegrenzung eine Putz-/ Rissbrücke einzubauen oder nach dem Verputzen eine Gewebespachtelung anzubringen.
  • Vorhandene Bewegungsfugen dürfen nicht überputzt werden.
  • Im Aussenbereich dürfen nur korrosionsbeständige Kanten- und Abschlussprofile