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Mittwoch, 18. Januar 2017

Aussenputz erneuern

RÖFIX SycoTec® Premium
Sollen sich die zu erneuernden Fassaden nach der Instandsetzung in dunklen Trendfarben mit Hellbezugswert, HBW < 25 (CH: < 30) präsentieren, empfiehlt sich dieses innovative  Fassadensystem. Je dunkler der Fassadenfarbton ist, desto ersichtlicher sind die Abnutzungserscheinungen. Dieser natürliche Alterungsprozess kann mit RÖFIX SycoTec® wirksam verlangsamt werden. Auch das Risiko des Algen und Pilzbefalls wird mit RÖFIX SycoTec® deutlich reduziert. Ausführliche Informationen zu dieser widerstandsfähigen Systemlösung sind im RÖFIX SycoTec® Folder zu finden.


Verarbeitungsbedingungen
  • Die Umgebungs- und Untergrundtemperatur darf während der Verarbeitungs- und Trocknungsphase nicht unter +5 ºC fallen.
  • Die in den RÖFIX Produkt-Merkblättern angegebenen Trocken-/Stehzeiten beziehen sich auf eine Temperatur von 20 ºC und 65 % relative Luftfeuchte. Bei höherer relativer Luftfeuchte und tieferen Temperaturen verzögert sich die Trocknung des Putzes.
  • Der Verputz ist während des Auftragens und bis mindestens drei Tage danach durch entsprechende Massnahmen vor direkter Sonneneinstrahlung und Wind zu schützen.
  • Produktbedingte Putzdicken und Stehzeiten sind einzuhalten.
  • Der Untergrund muss vor jedem weiteren Arbeitsschritt genügend trocken sein.
  • Vor der Oberputzverarbeitung ist zu beachten, ob und welche produktbedingten Voranstriche
    aufzutragen sind.
  • Zur Trennung instandgesetzter Putze von anderen Bauteilen und im Bereich von Anschlüssen ist ein putzdurchgehender Schnitt auszuführen.
  • Im Aussenbereich dürfen nur korrosionsbeständige Kanten- und Abschlussprofile verwendet werden.
  • Unter der Terrainlinie muss der Putz mit Abdichtungsmassnahmen vor Staunässe geschützt werden.



















 

Dienstag, 15. November 2016

Putzinstandsetzung


In die Jahre gekommene und optisch unattraktive Fassaden stören den ästhetischen Anspruch von heute. Die Instandsetzung kann mit umfangreichen und kostspieligen Eingriffen verbunden sein. In den seltensten Fällen genügt ein einfacher Farbanstrich.Vor der Instandsetzung einer Fassade muss geprüft werden, ob diese noch den heutigen Wärmeschutzanforderungen entspricht. Ist das nicht der Fall, ist eine thermische Sanierung notwendig. Massgebend bei der Ausführung von Instandsetzungsarbeiten ist das Beachten und Befolgen der geltenden Normen und Empfehlungen der nationalen Berufsverbände sowie der Angaben in den technischen RÖFIX Produktmerkblättern. Mit regelmässigen Kontrollen kann der natürliche Alterungsprozess von Beschichtungen und Verputzen überwacht werden. So können rechtzeitig die nötigen Instandhaltungsmassnahmen ergriffen werden. Bereits regelmässige einfachere Massnahmen (z.B. periodische Reinigung) dienen dem Erhalt der Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks. Darüber hinaus ist die Instandsetzung eine wichtige Massnahme zur Wiederherstellung der Gebäudesicherheit.


Verschmutzte Fassaden sind ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Dabei haben auch die Gebäudekonstruktion (z.B. fehlender Dachvorsprung) sowie die Lage und Umgebung des Objektes einen Einfluss auf allfälligen Algen- oder Pilzbewuchs. Wenn Fassaden von Algen und Pilzen befallen sind, müssen geeignete Massnahmen getroffen werden, um diese zu entfernen und Neubewuchs zu verhindern. Vorhandene Risse sind richtig zu beurteilen. Es ist zwischen Rissen zu unterscheiden, die auf den unmittelbaren Putzgrund zurückzuführen sind (putzgrundbedingte Risse), Rissen, die primär im verputzten Bauteil entstehen und erst sekundär durch die Putzschale brechen (konstruktiv bedingte Risse), sowie solchen, welche ausschliesslich in der Putzschale auftreten (putzbedingte Risse). Beim Sanieren von Rissen ist also besondere Vorsicht geboten. Putzverfärbungen und Putzablösungen im Fassadensockel könnten weitgehend vermieden werden. Dazu ist der Sockelbereich richtig zu planen und auszuführen. Es muss auch sichergestellt werden, dass nur Produkte ausgeschrieben und eingesetzt werden, welche der in den Sockelzonen auftretenden Feuchtigkeitsbelastung standhalten.





 
 
 

Montag, 31. Oktober 2016

Verarbeitung von Kalkfarben

RÖFIX Öko-Kalkfarbe kann in Fresco-Technik oder auf einen komplett ausgetrockneten Untergrund (Secco-Technik) aufgetragen werden. Der Untergrund muss mineralisch und saugend sein. Bei Anstrichen auf Kalkputzen ist auf hohe Diffusionsoffenheit, aber auch auf hohe Kohlenstoffdioxid-Offenheit zu achten. Daher beträgt die Standzeit vor Silikatanstrichen mindestens 4 Wochen.



Kalkfarben werden gleichmässig und in kreuzweiser Ausführung auf der gesamten Oberfläche aufgetragen. Der erste Anstrich erfolgt immer weiss beziehungsweise uneingefärbt sowie zu ca. 10 % verdünnt. Damit erreicht man einen Saugausgleich und homogenen Untergrund.





Für ein möglichst gleichmässiges Ergebnis tragen Sie zwei Schichten des Produkts – jeweils in kreuzweiser Ausführung – auf.







Dienstag, 11. Oktober 2016

Verarbeitung Baustellen-Mischung in der Denkmalpflege

Für die Vorbereitung einer Baustellen-Mischung bietet RÖFIX die historischen Bindemittel NHL2/NHL5, Trass und gelagerte Sumpfkalke an. Geeignete Zuschlagstoffe (z.B. Natursand mit bestimmter Körnung) können beigemengt werden.


Richtrezeptur:


1 Raumteil RÖFIX NHL und o.g. Raumteile Sand und sauberes Wasser. 
Beispiel: 

  • Mauermörtel und Vorspritzmörtel 1:2 bis 1:2,5 
  • Unterputz: 1:3 bis 1:4 
  • Feinputz: 1:3,5 bis 1:4,5 

RÖFIX Trass oder RÖFIX Sumpfkalk kann bis zu 30 % des Bindemittelanteils ersetzen.


RÖFIX NHL und Sand werden im Zwangsmischer mit sauberem Wasser homogen angemischt. Anschliessend wird RÖFIX Trass und/oder RÖFIX Sumpfkalk beigegeben. Die Konsistenz wird laut Verwendungszweck angepasst. RÖFIX Sumpfkalk verbessert die Verarbeitung. Der angemischte Putzmörtel ist geschmeidiger und besitzt verbesserte Verarbeitungseigenschaften.


Eine RÖFIX Baustellen-Mischung enthält keine synthetischen Additive. Weitere Additive wie Verzögerer, Beschleuniger, Luftporenbildner, Pigmente, Verarbeitungshilfen etc. dürfen nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen und Fachleuten beigegeben werden. Sondermischungen (für spezielle Oberflächenstrukturen) sind nach Rezepturerstellung auch durch RÖFIX möglich – andernfalls erfolgt deren Anwendung auf eigenes Risiko.




Montag, 3. Oktober 2016

Verwendung von örtlichen Zuschlagstoffen in der Denkmalpflege

Das RÖFIX Baukasten-System eignet sich besonders für die Denkmalpflege, für Restaurierungsarbeiten und für Putzausbesserungen. Durch die Einmischung von RÖFIX Sumpfkalk und örtlichen Zuschlagstoffen ist eine optimierte Anpassung an die bestehende Altsubstanz möglich. Dadurch sind bauseits gemischte, grob oder feinkörnige, geschmeidig sowie maschinell verarbeitbare Kalkputze herstellbar.

Die Produkte RÖFIX 697/RÖFIX 397 sind Putzvormischungen, denen in einem Zwangsmischer RÖFIX Sumpfkalk beigemischt werden kann.Das Mischungsverhältnis ist jeweils 2:1 (auf 2 Säcke RÖFIX 697/RÖFIX 397 folgen 11 kg RÖFIX Sumpfkalk). Auch die Zugabe von Zuschlagstoffen und Zusatzmitteln bis max. 15 Gew.-% sind möglich.



Der Kalkputz wird frisch-in-frisch in zwei Lagen aufgetragen. Nachnässen jeder Putzlage ist erforderlich. Die Oberfläche kann mit Holzbrett, Bürste, Schwamm oder Kelle in gewünschter Art oder nach historischem Vorbild strukturiert werden. RÖFIX 397 Sumpfkalk-Mischung darf nicht als Deckputz auf „weichen“ Luftkalkputzen verwendet werden.




Donnerstag, 15. September 2016

Konsolidierung von schadhaftem Mauerwerk oder Altputzen

Verarbeitung RÖFIX Hydraulkalk-Injektionsmörtel


RÖFIX Hydraulkalk-Injektionsmörtel kann zur Konsolidierung von schadhaftem Mauerwerk oder Altputzen eingesetzt werden. Die Einbringung kann dabei händisch oder maschinell, mit oder ohne Druck, erfolgen.


Der Untergrund ist mit einer Bürste zu reinigen und schadhafte Stellen sind freizulegen. Die Injektionsstellen werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Mauerwerk und von der Schwere der Schäden ausgewählt. Bei Steinmauern werden die Bohrungen entlang des Fugenverlaufes durchgeführt. Die Löcher sind gründlich mit Druckluft zu reinigen. Alle Anschlüsse, Risse und Unterbrechungen, an denen der eingespritzte Mörtel herauslaufen könnte, sind zu verschliessen.


Das Einspritzen des Mörtels erfolgt mit Hilfe von mechanischen Pumpen oder Spritzen mit breiten Einspritzdüsen. Es wird empfohlen, beim Auffüllen der Fehlstellen am unteren Mauerrand zu beginnen und sich nach oben weiterzuarbeiten. Dadurch wird sichergestellt, dass die gesamte Luft, die sich im Innern der Mauer befindet, austreten kann. Die Standzeit vor dem Kalkputzen beträgt ca. 2 Wochen.




Dienstag, 13. September 2016

Verarbeitung RÖFIX NHL-System

RÖFIX 675 wird in am Saugverhalten des Untergrundes angepasster Konsistenz vollflächig zu 100 % deckend aufgebracht. Der Auftrag des Vorspritzmörtels oder der Haftbrücke erfolgt, wenn nicht anders festgelegt, volldeckend in ca. 3–5 mm Dicke und soll eine möglichst raue, griffige Oberfläche ergeben.



Der Vorspritzmörtel-Auftrag gilt nicht als Putzlage. Frühestens nach ca. 5–6 Stunden kann der Grundputz darauf aufgetragen werden. Ebenso kann auch, ausser auf Bruchstein- oder Mischmauerwerk, der jeweils als Unterputz verwendete RÖFIX Renovierputz (RÖFIX 695 oder RÖFIX 696) als Vorspritzmörtel eingesetzt werden. Vor weiteren Putzarbeiten muss der Vorspritz angetrocknet sein.



Die einzelnen Kalkputzlagen sollten nicht wesentlich dicker als der 3-fache Grösstkorn-Durchmesser aufgetragen werden. RÖFIX Renovierputze werden in Lagen zu 15 bis max. 20 mm aufgebracht. Die unteren Putzlagen werden nur abgekellt, keinesfalls geglättet. Kalkputze sind immer mehrlagig zu verarbeiten. Standzeit zwischen den Putzlagen:
ca. 1 Tag. Vor jedem Arbeitsschritt ist der Putzgrund zu befeuchten, falls er bereits stark angetrocknet ist.


Vor dem Auftragen neuer Kalkputzlagen sind eventuelle Sinterschichten durch aufrauen/kratzen mit Gitterrobot (z.B. RÖFIX Schleifwunder) zu entfernen.


RÖFIX Kalk-Feinputze sind generell zweilagig, jeweils in max. zweifacher Kornstärke, aufzubringen. Wobei die erste Lage als (Saug-) Ausgleichsschicht dient. Die zweite, „frisch-in-frisch“ aufgetragene Lage, wird als Strukturlage aufgebracht und bearbeitet. Versinterte und schlecht saugende Altputze müssen vorgängig mit RÖFIX Tonerdelösung angeätzt oder entsprechend vorbehandelt werden. Bei Anstrichen auf Kalkputzen ist auf hohe Diffusionsoffenheit, aber auch auf hohe Kohlenstoffdioxid-Offenheit zu achten. Daher beträgt die Standzeit vor Silikatanstrichen mindestens 4 Wochen.





Montag, 12. September 2016

Natursteinmauerwerk konsolidieren

Schliessen von Fehlstellen

Fehlstellen und grosse Ausbrüche werden mit möglichst gleichem Mauer(ziegel)material und RÖFIX 951 bzw. RÖFIX 952/RÖFIX 954 ausgemauert. Bereits bei Ausbesserungsarbeiten sind der Untergrund sowie die Ersatzsteine vorzunässen. Hohlräume oder Putzrisse können mit RÖFIX Hydraulkalk-Injektionsmörtel hinterfüllt werden.



Stopfen von Ausbrüchen

Kleine Ausbrüche, Fugen und Löcher können mit erdfeuchtem RÖFIX 665 Stopfmörtel durch händisches Auftragen verfüllt werden. Dieser Vorgang wird „Stopfen“ genannt.


Ausfugen von Natursteinmauerwerk

Der RÖFIX 993 wird mit geeigneter Kelle in die Fugen geworfen. Die Mörtelkonsistenz wird so eingestellt, dass sich die Fuge hohlraumfrei gut verfüllen lässt, ohne dass Fugenmörtel auf die Steinoberfläche rinnen oder tropfen kann. Die Verfugung soll keinesfalls auf den
Steinen bzw. bündig, sondern hinter den Steinen abschliessen. RÖFIX 993 kann auch mit Mörtelpresse, Spritzsack oder maschinell aufgetragen werden.



Freitag, 9. September 2016

Untergrund-Vorbereitung vor Kalkputz-Arbeiten

Schadhafte, hohle und lose liegende Putzteile restlos abschlagen. Hohlstellen und nicht festsitzende Teile bei denkmalgeschützten Gebäuden nur nach Rücksprache entfernen. Sind diese Ablösungen zu erhalten, müssen sie fachgerecht befestigt/hinterfüllt werden. Auskratzen der Mörtelfugen (ca. 2 cm tief). Abgeschlagenes Material von der Baustelle entfernen. Feuchtes Mauerwerk trocknen lassen.



Mauerwerk gründlich mit Stahlbürste, Reisbürste, Besen o.ä. reinigen. Somit wird ein tragfähiger Untergrund geschaffen.


Der gesamte Putzgrund ist am Vortag gut vorzunässen. Das Vornässen kann mit dem Wasserschlauch, der Baumspritze, der Malerbürste o.ä. erfolgen. Bei den Putzarbeiten muss der Untergrund matt-feucht sein. Nicht saugende Altuntergründe (alte Kalkputze) müssen mit RÖFIX Tonerdelösung vorbehandelt werden (Ätzung der Sinterhaut, Verbesserung der Benetzbarkeit).







Untergrund-Vorbereitung vor Kalkputz-Arbeiten

Schadhafte, hohle und lose liegende Putzteile restlos abschlagen. Hohlstellen und nicht festsitzende Teile bei denkmalgeschützten Gebäuden nur nach Rücksprache entfernen. Sind diese Ablösungen zu erhalten, müssen sie fachgerecht befestigt/hinterfüllt werden. Auskratzen der Mörtelfugen (ca. 2 cm tief). Abgeschlagenes Material von der Baustelle entfernen. Feuchtes Mauerwerk trocknen lassen.



Mauerwerk gründlich mit Stahlbürste, Reisbürste, Besen o.ä. reinigen. Somit wird ein tragfähiger Untergrund geschaffen.


Der gesamte Putzgrund ist am Vortag gut vorzunässen. Das Vornässen kann mit dem Wasserschlauch, der Baumspritze, der Malerbürste o.ä. erfolgen. Bei den Putzarbeiten muss der Untergrund matt-feucht sein. Nicht saugende Altuntergründe (alte Kalkputze) müssen mit RÖFIX Tonerdelösung vorbehandelt werden (Ätzung der Sinterhaut, Verbesserung der Benetzbarkeit).







Donnerstag, 1. September 2016

Bindemittel Kalk

Kalk – ein historischer Baustoff

Unter Kalk wird üblicherweise sowohl der Kalkstein – CaCO3 – als auch der daraus
durch Brennen hergestellte „gebrannte Kalk“ (CaO) verstanden. „Gelöschter Kalk“
– Ca(OH)2 – entsteht aus gebranntem Kalk durch Reaktion mit Wasser. Der gelöschte
Baukalk wird als Bindemittel in Putz und Mörtel verwendet. Der Kalkstein wird oft
als Füllstoff eingesetzt. Gebrannter Kalk, mit Wasser gelöscht und zu einem Brei
angemischt (Sumpfkalk), reagiert mit Kohlendioxid und ergibt ein festes, poriges
Gefüge. Da Kalkhydrat mit dem Kohlendioxid aus der Luft erhärtet, spricht man von
Luftkalk. Die Wasser- und auch die Frostbeständigkeit solcher reiner Luftkalkputze
werden in stark belasteten Bauteilen erst durch Beigabe von hydraulischen
Bindemitteln erreicht.